Als Erstes wird darauf geachtet, dass beide Tiere das optimale Alter haben, gesund sind und aus einer guten Linie stammen.

Eine gute Linie zeichnet sich durch charakterstarke, liebenswerte, gesunde und kräftige Tiere aus.


Die Paarungskomponenten werden auch farblich mit Bedacht gewählt. Es wird anhand von Stammbaum und Trägereigenschaften berechnet, welche Farben und Zeichnungenfallen und welche Risiken möglicherweise entstehen würden.

Ob ein Weibchen "rattig", also paarungsbereit ist, erkennt man in den meisten Fällen an ihrem Verhalten. Oftmals werden sie "hibbelig" und springen wie kleine Flummis umher. Streichelt man sie im Lendenbereich zum Hinterteil, fallen sie in eine deckungsbereite Pose, in dem sie sich vorn hinunterbeugen und das Hinterteil entgegen strecken. Damit verbunden sind oftmals Hüpfbewegungen und Vibrieren.


Ist ein Weibchen "rattig" (im Durchschnitt alle 4-7 Tage), wird sie dem ausgesuchten Bock vorgestellt. Beide haben viel Zeit sich "kennenzulernen".  Entscheidend ist, ob die Sympatie bei beiden Partnern vorhanden ist. Wenn nicht, kann die "Rattigkeit" in Abwehrverhalten umschlagen.


Der Deckakt wird in vielen kurzen Akten vollzogen. Das Weibchen signalisiert dem Böckchen, dass sie bereit ist. Das Böckchen vergewissert sich durch ausgibiges "Schnuppern".

Wenn alles für beide Partner in Ordnung ist, kann der Hauptakt - das Decken - vollzogen werden.

Das Böckchen deckt in kurzen aber häufigen Abständen. Das Weibchen bleibt immer in der Nähe des Böckchens und animiert ihn immer wieder, den Deckakt zu wiederholen.



Die Anzahl der Deckakte sind unterschiedlich. Es kann zwischen 4 und 60 Akte geben. Je nach dem, wie lange das Weibchen rattig und gewillt ist. Das Böckchen unterzieht sich nach jedem Deckakt der großen Intimwäsche. Das Weibchen animiert das Böckchen inzwischen weiter, bis es nicht mehr gewillt ist, einen Akt zuzulassen.