Grundsätzlich gilt:

Man sollte sich generell vor der Anschaffung der Tiere Gedanken machen. Das Schlimmste bei den meisten Haltern ist nicht nur die meist egoistische Haltung, sondern auch das Vermenschlichen der Tiere.

 

Daher sollte man sich auch erst einmal mit der Sprache der Tiere beschäftigen.

 

 

Ratten sind dem Menschen in vielen Dingen recht ähnlich. Sei es im genetischen Aufbau, im grundlegenden Verhalten oder im Krankheitsbild. Viele Ähnlichkeiten machen es verhältnismäßig einfach, sich in die Situationen hineinzudenken.

 

Stell dir vor, du bist heute neu in einem Kurs, in einer Arbeit oder in einer Klasse. Dort kennst du Niemanden. Weißt nicht, was auf dich zu kommt und weißt auch nicht, wie du dich letzten Endes verhalten sollst. Genau so geht es den Tieren, wenn sie in ein neues Rudel kommen oder in eine neue Familie.

 

Die Integration sollte ohne wochenlange Qual ablaufen. Viele Leute meinen, es wäre sinnvoll, die neuen Tiere erst einmal extra zu sperren, um sie dann mit den anderen Tieren Stück für Stück zusammenzuführen.

Das ist nicht ganz richtig. 

Die Tiere hören und riechen sich untereinander. Sie kommunizieren auch auf Frequenzen, die der Mensch nicht mehr wahrnehmen kann. Somit sind es tagelange Stresssituationen, in denen sie sich befinden, denn meist sehen sie sich nicht (Ratten sind sowieso kurzsichtig), hören sich aber. Somit kann die neue Ratte (oder können die neuen Ratten) sich nicht kennen lernen. Sie werden als Feind angesehen, denn für das alte Rudel (sofern vorhanden) sind sie Eindringlinge. Je länger man die Integration also in getrennter Art vornimmt, desto mehr Stress baut sich auf. Dann kann es anschließend zu Problemen kommen.

 

Wer die Sprache der Tiere versteht, versteht auch das Rudelverhalten.