Wissenswertes über Farbratten

Der Unterschied zwischen Farb- und Wanderratte

Anatomisch sind nur wenige Merkmale etwas verändert, sodass das optische Schema "Ratte" trotzdem für jedermann klar zu deuten und somit zu erkennen ist.


Jedoch gibt es klare Unterschiede:

Beispielsweise die Nebennieren und die Schilddrüse sind bei Farbratten etwas kleiner. Die Folge ist ein anderer Hormonspiegel, als bei den wilden Artgenossen.  Das wirkt sich natürlich auch auf das wesentliche Verhalten aus. Farbratten sind somit weniger bis gar nicht neophobisch. (Angst vor dem Unbekannten).  Der Fluchttrieb (Ratten haben in der Natur viele Feinde), welcher bei den wilden Artgenossen stark ausgeprägt ist ist, ist bei Farbratten somit kaum bis gar nicht vorhanden. Erst durch diese Eigenschaften ist es überhaupt erst möglich, Farbratten als Haustiere halten zu können.

 

Farbrattenweibchen ist es noch bis ins hohe Alter möglich zu gebären. Das ist bei den wilden Artgenossen auf Grund der früh einsetzenden Altersunfruchtbarkeit nicht gegeben.

Auch die Wurfgröße unterscheidet sich. Farbratten können eine weitaus höhere Anzahl Junge gebären, als ihre wilden Argenossen. Die Wurfgröße einer Farbratte umfasst im normalen Durchschnitt 6-25 Jungtiere. Eine Wanderratte hat im Durchschnitt zwischen 3-7 Junge.

Zur Grundlage liegt, dass die wilden Artgenossen einen großen Wurf nicht mit Garantie durchbringen können. Farbratten hingegen werden versorgt und die Möglichkeit auch einen großen Wurf durchzubringen ist gewährleistet.

 

Auch die Körpergröße ist ein großer Unterschied. Farbratten sind wesentlich kleiner, die Schnauze kürzer, der Kopf runder und die Bewegungen wirken eher plump, gegenüber den Farbratten. Das hängt damit zusammen, dass Farbratten über einen kleineren Teil der Großhirnrinde verfügen. Dieser Teil ist zum Beispiel für die "Grobmotorik" aus.

Folgen sind ein geringerer Bewegungsdrang, Wildratten sind hingegen ruhelos und sehr aktiv in ihren Bewegungen (stellenweise auch fast lautlos). Dies hängt mitunter auch  mit "Fluchttrieb" zusammen. 

 

Ein optischer Unterschied ist außerdem noch die Farbgebung.

Wie der Begriff Fabratte bereits zeigt, haben Farbratten viele Farbmöglichkeiten. Sie können in alle möglichen Farbvarianten inzwischen auftreten.

Wild- bzw. Wanderratten sind hingegen meist in "Naturfarben" bzw. "Wildfarben" ausgezeichnet.


Abstammung

Falsch ist die Gleichsetzung der Farbratte mit der Hausratte (rattus rattus). Die Hausratte ist heute fast ausgerottet. Sie ist wesentlich kleiner und gedrungener, als Wildratten und wurde einst mit Schiffen über Asien in die Welt verbreitet.

Wanderratten hingegen sind sehr anpassungsfähig, lernen schnell und haben es so geschafft zu überleben und sich weiterzuentwickeln.

 

Unsere Farbratte stammt von der Wanderratte ab.

Die Gattung ist daher Ratte.

Die Unterfamilie der Ratte sind die Altweltmäuse.

Die Familie sind die Langschwanzmäuse.

Die Überfamilie sind die Mäuseartigen Tiere.

Die Unterordnung sind die Mäuseverwandte.





Die Zuchtratte (Farbratte) hat viele Merkmale des ursprünglichen Verwandten.


ein ausgeprägter Rücken, langer Schwanz und auch die Kopfform entspricht weitesgehend dem Verwandten. Jedoch gibt es Unterschiede. (s.o.)